Kontrastprogramm

Erst über den größten Weihnachtsmarkt in Südamerika und dann einen Tag später Cocktails am Strand und Wellenreiten im Atlantik.

Über Pomerode und Blumenau ging’s weiter ans Meer. Beide Städte sind noch heute von deutschen Einwanderern geprägt und deutscher als viele deutsche Städte. Hier gibt es sehr viele alte aber auch neue Traditionen, sogar das Ampelmänchen und den Rechtsabbiegepfeil😉.

Das Stadttor von Pomerode soll dem in Stettin gleichen.
Rathaus der Stadt Blumenau
Kulturzentrum
Wir haben das Kulturzentrum des Deutschen Clubs besichtigt und waren vom Ballsaal begeistert. Gestern wurden hier die Abiturienten im würdigen Rahmen verabschiedet und geehrt. Uns ist immer wieder aufgefallen wie Stolz die Menschen hier auf ihr Land und ihre Vergangenheit sind.
Auch hier waren wir auf dem Weihnachtsmarkt, aber bei den Temperaturen ist es schon irgendwie komisch.
Eingangsportal

Am Meer angekommen hatten wir Glück und einen der wenigen noch verfügbaren Standplätze direkt am Meer gefunden. Allerdings wollen wir von hier am 23.12. wieder weg ins Landesinnere. Ab 23.12. ist alles überfüllt. In Brasilien fahren die Familien über die Feiertage an den Strand.

Da treffen wir uns lieber mit Freunden und anderen Overländern über die Feiertage auf einer Hazienda zum Grillfest.

Nach 18.30 Uhr ist der Strand fast leer. Alle bereiten sich auf das Dinner vor. In der Weihnachtszeit wir das Abendessen täglich zelebriert.

Vorbereitungen für unseren gemütlichen Weihnachtsabend auf der Hazienda vom Besitzer persönlich zelebriert.
hier hat alles gepasst
Abends hatten wir Besuch von Capybaras

Wir haben hier tolle Tage mit guten Freunden und Gleichgesinnten verlebt. Die Besitzer Claudio und Susi leben Gastfreundschaft. Nach 7 Tagen viel uns der Abschied schwer.

Heute wollen wir aber wieder weiter an den Atlantik. Würden wir hier alle Einladungen annehmen, müssten wir Wochen bleiben!

Die Wasserfälle

In Foz de Iguazu in Brasilien angekommen und einen schönen Standplatz gefunden. Ausgeruht geht es die nächsten Tage rund um die Wasserfälle auf Erkundungstour.

Musiker für unser Morgenkonzert
Direkt am Regenwald mussten wir hier auf unser Frühstück aufpassen
Der Regenwald ist riesig, aus der Luft sieht alles noch viel gigantischer aus.
Die Sicht auf die größten Wasserfälle der Erde aus dem Helikopter
hier vom Uferrand
Die sogenannte Teufelsschlucht, pure Naturgewalt

Die Wasserfälle am Iguazu sind ein beeindruckendes System und ein Erlebnis der besonderen Art. Sie bestehen aus über 250 einzelnen Fällen und erstrecken sich auf über 2,7 km Länge. Allerdings sind der Regenwald und die Tierwelt ringsherum genauso sehenswert und ein Erlebnis.

Morgen wollen wir weiter Richtung Atlantik.

Zwischenstationen machen wir am Stausee Lagos do Iguazu. Direkt am Ufer ist es herrlich und nach einem turbulenten Wochenende am Montag sehr einsam. Leider reicht unser portugiesisch nicht für eine richtige Unterhaltung. Also lernen wir täglich ein bisschen portugiesisch, wollen ja noch einige Wochen in Brasilien bleiben.

Die Tipps von Einheimischen sind meistens gut. So haben wir halt in schönen Termas gemacht und den Regentag super verbracht.

Von hier aus ging es auf der brasilianische Weinstraße weiter nach Bituruna(soll die Weinhauptstadt von Brasilien sein). Ca.150 km durch die Berge und Täler immer am Iguazu Fluss entlang und an vielen Bodegas vorbei.

Besitzer einer kleinen Bodega
Immer wieder hatten wir solche Blicke in die Täler.

In Bituruna angekommen haben wir natürlich in einem Weingut eine Verkostung genossen.

Ortseingang

Die Stadt ist komplett auf Weihnachten eingestellt. Überall sieht man Weihnachtsschmuck . Abends gibt es kirchliche Messen auf offener Straße.

Morgen geht’s über Blumenau, wo wir uns noch zwei Tage die Stadt anschauen werden, weiter Richtung Meer.

Paraguay

Der erste Eindruck von Land ist positiv. Sehr gut ausgebaute Straßen. Aber natürlich auch wieder große Entfernungen. Bis zu unserem ersten richtigen Ort nach der Grenze waren es gut 300 km.

Tourismusbüro der Stadt

Die erste Stadt die wir besuchen ist Filadelfia(oder Fernheim) eine von deutschen und kanadischen Mennoniten gegründeter Ort. Noch heute wird hier viel deutsch gesprochen. Viele Schilder sind zweisprachig. Die gemütliche Kleinstadt soll eine der schönsten Kleinstädte Paraguays sein. Sehr interessant ist, dass viele Dinge altmodisch anmuten und auf der anderen Seite viel Wert auf modernes gelegt wird. In der sehr modernen Bibliothek trifft man sich am Nachmittag zum Kaffee trinken und lesen, hier gibt’s Bücher in Spanisch und Deutsch. Die Geschäfte schließen von 12.-14.00 Uhr und für Südamerika ungewöhnlich schließen sie auch pünktlich 18.30 Uhr! Sonntags ist alles geschlossen! Da ist Kirche angesagt. Die Weihnachtskultur wird hier voll gelebt. Weihnachtsmärkte, Glühwein und sogar leckeren Rumtopf. Das alles bei 30 Grad.

Bis hier sind wir schon wieder über 4000 km gefahren. Hört sich viel an, war aber mehr eine tolle Besichtigungstour mit vielen Erlebnissen. Alte Freunde getroffen, Erfahrungen ausgetauscht und viel gelacht.
Von Filadelfia sind wir nach 4 Stunden fahrt durchs Niemandsland in der Hauptstadt angekommen. Das schwerste war einen geeigneten Standplatz oder Campingplatz zu finden.
Da hatten wir großes Glück. Ein Platz mit Schatten, bei 35 grad schon wichtig und relativ dicht am Centrum.
Die Kathedrale für die Helden des Landes. Unsere Stadtbesichtigung haben wir nach 2 Stunden beendet und ein kühles Getränk im Stadtpark vorgezogen. Auf die typischen Touristentouren(Boot, Bus) haben wir bei den Temperaturen verzichtet.
Die Bäume im Stadtpark sollen 250 Tage ohne Wasser überleben können
Hier in Acunsion haben wir bei einem großen IVECO Händler auch gleich notwendige Reparaturen(Windschutzscheibe, Radaufhängung und verschiedene Kleinigkeiten) machen lassen. Mussten zwar im Camper auf dem Betriebsgelände übernachten, was aber nicht so schlimm war. Gaststätte und Pool gehören zum Betrieb! Toller Service.

Weiter ging’s nach San Bernardino. Einer kleine Stadt am See. Einen geeigneten Standplatz haben wir leider nicht gefunden. Trotz Sommerwetter ist hier noch fast alles geschlossen. Die Saison beginnt am 15.12. Dann wird der Ort von Touristen übervölkert.

Endlich einen tollen Standplatz gefunden. Leider ist der Weg für unseren Camper zu niedrig.
In drei Wochen ist hier das große Tanzfestival.

Auf dem Weg zur Grenze, dank Tipps von Einheimischen, eine schöne Oase entdeckt. Liegt eigentlich im Nirgendwo, bietet aber alles was man für einen schönen Kurzurlaub braucht. Ist hauptsächlich eine Estancia mit angeschlossenem Hotel. Auf die Reitausflüge haben wir aber verzichtet.

Wie immer in der Vorsaison, leer! Kommt uns natürlich sehr entgegen. Morgen oder übermorgen wollen wir weiter zu den Wasserfällen.

Bolivien

Unser erster Besuch im Land. Schon nach der Zollkontrolle merken wir das hier vieles anders ist. Die Kontrollen sind strenger und wiederholen sich ca. alle 100 km. Auch der Diesel ist manchmal ein Engpass.

Die Hauptstraßen sind durchgehend gut und gebührenpflichtig.
Die 280 km über den Pass zur Salz- und Sandwüste sind traumhaft aber auch anstrengend.
Der letzte Ort vor Uyuni. Wie kann man nur auf der Höhe und bei der Trockenheit leben? Seit Monaten kein Regen.

Uyuni, die einzige große Stadt auf dem Plateau auf 3670 m und Ausgangspunkt für die Ausflüge in die Salar.

Die Wüsten sind schön, aber einmal reicht.

Morgen früh wollen wir so langsam die Anden verlassen. Der höchste und am schwersten zu fahrende Pass liegt allerdings noch vor uns.

So eine Straße haben wir noch nie erlebt. Bis auf 4680 m und immer wenn ein Fahrzeug entgegenkommt beginnt das große Rangieren, was in 5 Stunden vier mal passiert ist. Jetzt weiß ich auch warum die nette Frau vom Peaje uns vom überfahren des Passes abgeraten hat. Zum ersten Mal hatte ich richtig Angst. Der Umweg hätte aber wenigstens zwei Tage gedauert.
Auf den Plateau gibt es viele solcher Herden

Wir haben es geschafft. Nicht nur der letzte Pass auch das Hochgebirge, was wunderschön ist, hat uns alles abverlangt. Mental und körperlich ist es sehr anstrengend sich ständig auf über 3500 m zu bewegen, haben wir aber so gewollt. Jetzt wollen wir weiter nach Brasilien über Paraguay und suchen erstmal einen Ort um uns von den letzten Tagen zu erholen.

Unser Blick am Morgen, der Dorfteich am Ortsrand

Nach einer Übernachtung in einem kleinen Dorf sind wir jetzt richtig aus den Bergen raus. Die Anden liegen hinter uns. Noch in Bolivien haben wir ein tolle Cabana mit Wellness und heißen Quellen gefunden. Hier lassen wir uns einige Tage verwöhnen und tanken Kraft für unsere nächsten Endeckungen.

Der Blick am Morgen. Direkt auf der anderen Seite des Flusses beginnt ein Naturschutzgebiet. Wir hatten nur vergessen wie laut der Dschungel in der Nacht ist.

Das Hoterma hat uns sehr gut gefallen. Toll gelegen. Erholt geht’s morgen früh weiter.

Auf dem Weg nach Paraguay haben wir noch halt in der schönen Kleinstadt Villa Montes gemacht. Eine Stadt mit vielen Parks und Museen. Der Besuch hat sich gelohnt.

eine kleine Kathedrale
Das typische Taxi in Bolivien. Für eine Stadtrundfahrt ideal.

Der lange Weg hinauf

Der erste Tag hinauf ins Altiplano war recht entspannt. Die Übernachtung auf 2400 m beschert uns eine tolle Aussicht.

100 km nach Salta ändert sich die Landschaft total, die Berge haben eine Farbenpracht!
Blick aus dem Camper am Abend
das kleine Bergdorf Purmamarca
Picasso könnte es nicht besser, hinter jeder Kurve ein neues Motiv
So langsam macht uns die Höhe doch leichte Schwierigkeiten, zum Schlafen fahren wir zwar wieder 1000 m runter, ist aber so ab 4000 m doch hart.

Unser höchster Punkt mit 4250 m, sind aber lange noch nicht über den Pass, fahren zum schlafen wieder runter und schauen wie es morgen wird.

Auf dem Weg zur bolivianischen Grenze haben wir ein echtes Gauchofest erlebt. Nachmittags die Reitwettkämpfe und am Abend wurde gespeist, getrunken und nach Livemusik bis in den frühen Morgen getanzt, eine tolle Gemeinschaft.

Als einzige nicht Gauchos wurden wir persönlich begrüßt.

So geht die Gauchofamilie zum Fest
Kurz vorm bolivianischen Grenzübergang übernachten wir im Andenhochland.

So langsam kommen wir auch mit der Höhe gut klar. Übernachten auf 4000 m geht schon! Auch dank der Mittel von Einheimischen!

Altiplano

Auf dem Weg zur Hochebene machen wir für drei Tage halt in Salta, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Hier auf einem Platz oberhalb der Stadt in 1400 m Höhe treffen viele Overländer ein. Einige wollen weiter nach Oben, andere kommen vom Plateau, so haben wir immer aktuelle Informationen für unsere Weiterreise, die nicht ganz einfach sein soll. Das Auto ist gerüstet. Gehen das Salz zusätzlich eingeölt und noch einen Kanister angebaut. Der Diesel sollte für gut 1200 km in der Höhe reichen. Morgen gehts los. Noch durch eine kleinere Stadt in Argentinien dann über die Grenze nach Chile, in San Pedro die Vorräte auffüllen und so langsam an die Höhe gewöhnen.

Der beliebte Overländerplatz, manchmal stehen hier bis zu fünf Camper
Salta mit seinen vielen Parks und Cafés hat uns gefallen

Ab ans Meer

Auf dem Weg zum Atlantik am Rio Negro übernachtet und einen schönen Abend mit den Leuten von hier verbracht

Am Meer in Uruguay im Paraiso Suizo angekommen haben wir mit alten Bekannten wieder Erfahrungen ausgetauscht und natürlich ordentlich gefeiert. Nach zwei Nächten ging es weiter Richtung Norden. Wir wollen dort noch vor der Regenzeit zu den Lagunen hoch im Norden und neue Erfahrungen in der Höhe sammeln und wenn wir es gut vertragen vielleicht weiter an den Titicaca-See.

Natürlich haben wir in Piriapolis im Café Francisco halt gemacht und einen tollen Negerkuß genossen.

In der Vorsaison ist der Strand schön leer.

Weiter ging es über Punta del Este, einer wunderschönen Stadt am Meer, nach Norden.

Trotz der vielen Kilometer ist die Strecke recht abwechslungsreich. Wir kommen durch typische südamerikanische Orte aber auch durch Orte die von europäischen Einwanderern geprägt sind.

Ortseingang
die gepflegten Marktplätze laden zum verweilen ein
kleines altertümliches Kaffee im Ort

Die Weiterfahrt durchs Delta endete für uns erstmal im Graben.


Dank großzügiger Hilfe sind wir nach einer Stunde harter Arbeit mit einem „blauen Auge“ davon gekommen
Das Windrad sieht nicht so aus, funktioniert aber. Quietscht nur laut, leider auch in der Nacht. Hat hier im Delta die Mücken aber nicht verscheucht. So langsam werden die Orte immer kleiner und ursprünglicher.
Viermal täglich kommt hier am kleiner Dorfbahnhof ein Zug

Morgen früh beginnt so langsam die Fahrt in die Berge, unser erster Stopp soll Salta sein, dann beginnen die Schotterpisten

Santa Anita

Ein von Deutschen gegründeter Ort hatte 125 Jahrfeier. Das Moderne und die Tradition wurden mit einem großen Fest gewürdigt. Wie in Argentinien üblich mit viel Musik und Tanz. Natürlich hat ein großes Asado nicht gefehlt.

Von hier aus ging es für uns noch ein mal für drei Tagen nach Urdinarrain. Es war schön unsere Freunde zu treffen.

Unsere Weiterreise aus Urdinarrain verzögerte sich um einen Tag. Über Nacht haben sich die Rackas(Marder) an unserem Auto vergnügt. Zur geplanten Abfahrt ging nichts mehr. Dank einer guten Werkstatt konnten wir am anderen Tag aber weiter nach Uruguay.

In Uruguay angekommen haben wir noch einen guten Bekannten am Rio Uruguay besucht und eine Spritztour mit seinem Oldtimer gemacht. Auf den Weg zum Meer entspannen wir noch für 3 Tage in den Termas. Toll gelegen, direkt am See, der wegen der Kaimane leider nicht zum schwimmen geeignet ist. Toller Tipp von Einheimischen.

Denkmal für den Volkshelden Artegas
Baujahr 1938( das Auto😉)
Verwaltungsgebäude der Stadt Salto
da lässt es sich aushalten, Termas mit verschiedenen Becken und Temperaturen

Buenos Aires

Wir sind wieder zurück und voller Vorfreude auf unser nächstes Abenteuer. Die Zeitumstellung hat uns keine so großen Probleme bereitet wie das Wetter. Die Metropole hat uns nicht zur Ruhe kommen lassen. Das Hotel direkt am Obelisken an der Hauptverkehrsader gelegen ist zwar schön aber natürlich laut.

am Hotel
Präsidentenpalast
La Boca, das verrückteste Stadtviertel am alten Hafen. Früher kaum zugänglich und heute ein touristischer Leckerbissen. Hier dreht sich alles um Künstler, den Tango und natürlich um Fussball und Maradona.
unzählige Fanshops und überall Maradona
das berühmte Stadion( La Bombonera- die Praline)
auf vielen Plätzen und den typischen Hafenkneipen wir den ganzen Tag getanzt
Am Abend ging es natürlich ins Tangotheater. Das Porteno soll das schönste sein. Die Show war große Klasse.

Heute geht’s mit dem Bus weiter nach Urdinarrain, schon fast unsere zweite Heimat, zu unseren Freunden.

Langsam zurück

Nach Mendoza gibt es eine ganz andere Landschaft. Nachdem die Wein- und Olivenfelder hinter uns liegen sehen wir wieder viele Rinderherden. Einige Orte haben wir schon mal vor vielen Jahren besucht und nicht wiedererkannt. In San Juan haben wir auch unsere Gasflaschen wieder füllen können. Ist wegen die vielen verschiedene Systeme nicht immer einfach. Mittlerweile haben wir schon drei Adapter. Immer wieder spannend sind die biologischen Kontrollen nicht nur an den Provinzgrenzen. Obst, Gemüse und manchmal auch Fleisch darf in bestimmte Gebiete nicht eingeführt werden.

Hier in Rio Cuarto hatten wir einen tollen Platz am Fluss, die Altstadt leicht mit dem Rad zu erreichen. Gegen 21.00 Uhr zog ein ordentliches Unwetter auf, Zwei Stunden später sah der Fluss schon recht wild aus. Morgens gegen 02.00 Uhr wurden wir geweckt und zur Sicherheit weggeschickt, die restlichen Nachtstunden mitten in der Stadt waren nicht so ruhig. Am anderen Tag stand die komplette Wiese unter Wasser. Glück gehabt!
einer unserer vielen tollen Übernachtungsplätze.
Das Rathaus von Villa General Belgrano
Wer in der Provinz Córdoba ist muss natürlich die Stadt General Belgrano besuchen. Von Deutschen und Schweizern gegründet gibt es hier immer noch viele deutsche Traditionen. Richtig geprägt haben die Matrosen der „Graf Spee“ nach 1945 den Ort. Noch heute tragen viele Geschäfte deutsche Namen. Da viele Matrosen aus Thüringen kamen und natürlich Skat gespielt haben wird hier auch heute noch viel Skat gespielt. Leider finden die vielen Skattuniere nicht in den Sommermonaten statt.
Die Stadt lebt heute natürlich auch vom Tourismus. Wir hatten auch gleich Kontakt zu den Leuten hier. Hätten wir alle Einladungen angenommen müssten wir Wochen bleiben.
Nur 100 km weiter und eine ganz andere Welt. Villa Carlos Paz ist hoch modern mit vielen Shoppingcenter, Einkaufsstraßen und eine zur Promenade umgebaute ehemalige Brücke.
Tolle Strandpromenade am Stausee, jetzt nach den Ferien schön leer.
In der Nähe von Santa Fe haben wir nach langem suchen endlich einen Platz gefunden. Hier im Delta gibt es wenig Möglichkeiten direkt bis an den Fluss zu kommen. Sonntag noch überfüllt und am Montag menschenleer.
Die letzten Bilder vom Fluss und dann geht es nach Urdinarrain, dem Ende unserer Reise entgegen
Unterwegs noch kurz das Dorf Maria Luisa besucht. Sehr elegant mit Privatschule und tollen Villen.
unser letztes Teilstück

Nach fast 14.000 km in Urdinarrain angekommen. Die Zeit verging wie im Fluge. Hier gibt es noch ein tolles Fest mit unseren Freunden und sicherlich noch einen Asadoabend. Das Auto muss noch für die nächste Reise fertig gemacht werden. Kleinere notwendige Reparaturen aber auch Umbauten sind nötig.

Wir waren überwältigt. Unsere Freunde wussten von unserem Hochzeitstag und haben eine tolle Party organisiert. Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt, gelacht und erzählt. Einfach Gastfreundschaft pur!
da fällt der Abschied doppelt schwer

Leider geht unsere Reise dem Ende entgegen. Der Rückflug ist bestätigt. Jetzt geht’s noch einmal für zwei Tage nach Buenos Aires und dann nach Deutschland. Mit Sicherheit kommen wir wieder, der grobe Plan für das nächste Abenteuer ist fix.

Der Norden

Nach den vielen tollen Wochen im Süden sind wir nun doch Richtung Norden unterwegs. Der Vorteil, endlich richtig Sommer. Ab Temuco geht’s erstmal auf die Autobahn um Kilometer zu schaffen. Zum Übernachten fahren wir in kleine Orte. Manchmal bleiben wir dort auch zwei Nächte weil es einfach schön ist. Um über den Pass Cristo Redentor de Los Andes zu kommen mussten wir durch Santiago durch, was relativ gut ging. Der Pass war dann die Entschädigung für die Mühen. Übernachtung am Lago del Inca auf 2800 m, was uns trotz der Höhe fast keine Probleme bereitete. Der Grenzübergang auf 3300m war komplett neu wie viele Strassen hier Oben. Die freundlichen Zollbeamten gaben uns auch Problemlos eine Aufenthaltsgenehmigung von 8 Monaten für das Auto. Also müssen wir nicht über Uruguay heimreisen, macht für uns vieles leichter.

Campingplatz, direkt am Fluss wie so oft in Chile mit Familienanschluss.
Immer wieder kommen wir mit den Menschen ins Gespräch, wird dann meistens sehr spät und oft auch lustig. Am Wochenende ist es besser offizielle Campingplätze zu meiden. Wir haben den Eindruck das jeder Chilene am Wochenende zum Camping fährt.
Die Passtrasse hinauf zum Grenzübergang, da macht Auto fahren Freude
Unser Schlafplatz, die Laguna del Inca, eine Farbenpracht.
Der Blick auf den Aconcagua, den mit fast 7000 m höchsten Berg auf dem amerikanischen Kontinent.
Vorbei am alten Inca Dorf Richtung Mendoza, die Farbenpracht ist einmalig. Die 100 km nach der Grenze bis Mendoza lassen uns noch mal mit Wehmut auf die Anden blicken. Hinter jeder Kurve gibt es tolle neue Motive. Die Berge sind nicht mehr bewaldet wie im Süden, die Täler aber trotz der Trockenheit oft grün, die Flüsse hier im Sommer aber meist nur noch kleine Bäche.
Drei schöne Tage am See in der Nähe von Potrerillos, die Zufahrt mal wieder abenteuerlich. Die erste Nacht ganz allein, am zweiten Abend kamen noch einige Tagesausflügler, wie in Argentinien üblich, jeder macht Feuer und grillte bis spät in die Nacht. Am nächsten Morgen wurden wir dann schon gegen 7.00 Uhr geweckt. Eine Tauchschule mit allem Equipment und vielen Leuten baute ihr Lager auf. Kommen aus Buenos Aires und sind die Nacht durchgefahren. War uns dann trotz Angebote zum Tauchlehrgang dann doch zu wuselig, also nach dem Frühstück weiter Richtung Mendoza.
Alte Passtrasse
So sieht es heute aus. So ab 3500 m höhe gehen im Auto regelmäßig alle Warnlichter an. Die neuen Autos sind einfach für diese Höhen nicht gebaut Lt. Iveco aber kein Problem.
Mendoza, eine Millionenstadt an den Ausläufern der Anden. Mitten im Weinanbaugebiet gelegen. Fast jede Bodega bietet Führungen und natürlich Weinproben an. Überall in der Stadt gibt es großzügige Parks.
Bodega Zapata, eine der berühmtesten Bodegas in Argentinien. Leider haben wir keine vollständige Führung bekommen aber natürlich den guten Wein. Sie lassen nur wenige und langfristig angemeldete Besucher zu.
Auch das begeistert uns in Südamerika immer wieder. Man ist 100 km aus der Stadt weg und kommt in eine andere Welt. In der Nähe von unserem Schlafplatz am See eine kleine alte Ansiedlung. Der See, mit vielen Campingplätzen rings herum war fast nicht besucht. Hier hat die erste Schulwoche nach den Sommerferien begonnen.
Sieht vielleicht nicht so aus aber fährt noch. Stand in der Nähe von uns am See.

Termas Geometrica

Die Termas sind ein Traum. Wenn wir in der Gegend um Pucon sind gehören sie einfach dazu. In eine Schlucht integriert sind Termalbecken mit unterschiedlichen Temperaturen. Zum Schluss der Wasserfall mit Gletscherwasser für die Mutigen. Der pure Genuss.

Die Strecke der letzten Wochen.